Historie Rock / Pop
 
Oktober 1946 Lizenzerteilung durch die sowjetische Besatzungsmacht an Ernst Busch für die Schallplattengesellschaft mbH "Lied der Zeit"  
     
August 1947 Erste Aufnahmen entstehen: drei Arbeiterlieder mit Ernst Busch Unter dem Namen "Amiga" kommen die ersten Titel der "leichten Muse" auf den Markt: erste Amiga-Aufnahme ist der Titel "Capri-Fischer"  
     
1951 Gründung des "Verbandes Deutscher Komponisten und Musikwissenschaftler"  
     
1. April 1953 Mit der Begründung, das Unternehmen sei nicht wirtschaftlich, wurde die "GmbH" in den "VEB Lied der Zeit" überführt  
     
1955 Umbenennung in VEB Deutsche Schallplatten
Zur Firma gehörten sechs Labels:
Amiga - Unterhaltungsmusik
Eterna - Ernste Musik
Litera - Künstlerisches Wort
Nova - Zeitgenössische Sinfonik
Schola - "Akustischer Lehrstoff"
Aurora - Editierte Aufnahmen von Ernst Busch (gegr. 1978)
 
     
1957 Erste Ausgabe von "Melodie & Rhythmus", der einzigen Fachzeitschrift der DDR, die sich ausschließlich der populären Musik widmete  
     
02.01.1958 Anordnung über die Programmgestaltung bei Tanz- und Unterhaltungsmusik - die sogenannte 60 zu 40 Regelung  
     
1958 Erstmals "Die klingende Monatsschau", die im Singleformat auf Amiga-Neuerscheinungen aufmerksam machte (1965 eingestellt)  
     
1959 Gründung einer Tanzmusikklasse an der Musikschule Berlin-Friedrichshain auf Initiative des Musikpädagogen Kurt Peukert  
     
um 1960 Der Twist inspiriert als kurzzeitiger Nachfolger des Rock`n Roll viele Gitarrenbands in der DDR.
Hier wären vor allem zu nennen: Die Sputniks (Berlin), das Diana-Show-Quartett (mit Achim Mentzel,Berlin), das Franke-Echo-Quintett (Berlin),
den Butlers (spätere Renft, Leipzig), den Baltics (Wolfgang Ziegler, Rostock).
 
     
1962 Erste Stereo-Aufnahmen durch VEB Deutsche Schallplatten (ein Verfahren, das sich 1971 endgültig durchsetzte)  
     
Mitte 1964 Auslösung eines positiven Schocks bei vielen Musikern durch die Beatles. Beginn der Gitarrenbewegung  
     
16/18. Mai 1964 Deutschlandtreffen der Jugend aus Ost und West mit über 500000 Teilnehmern  
     
ab 29. Juni 1964 Der Berliner Rundfunk eröffnet zum Deutschlandtreffen ein Begleitprogramm, das wegen des großen Zuspruchs als DT 64 fester Bestandteil des Hörfunkprogrammes installiert wird und bis zum Ende der DDR existiert  
     
Januar 1965 Jugendsendung Basar im Fernsehen der DDR. Viele Popinterpreten präsentieren sich in diesem Rahmen.  
     
Februar 1965 Veröffentlichung einer Sampler LP "BIG BEAT I" - der ersten BEAT-LP der DDR mit hiesigen Gruppen.  
     
April 1965 Veröffentlichung einer BEATLES- Lizenzplatte  
bis Juni 1965 Drei Singles der Beatles werden hinterhergeschickt  
     
August 1965 Veröffentlichung der zweiten Sampler LP "BIG BEAT II"  
     
15. September 1965 Auftritt der "ROLLING STONES" in der Westberliner Waldbühne, mit anschließender Zerlegung der Bühne in ihre Einzelteile  
     
bis Ende Oktober 1965 Verbot fast aller BEATBANDS im Raum Leipzig (auch der BUTLERS)  
  Organisation einer PRO-BEAT-DEMONSTRATION am 31. Oktober 1965 auf dem Leipziger Leuschnerplatz, die von einem Großaufgebot der Polizei niedergeknüppelt wurde.  
     
1.November 1965 "Anordnung Nr. 2 über die Ausübung von Tanz- und Unterhaltungsmusik"  
  " Wer als Laienmusiker oder nebenberuflich tätiger Musiker in öffentlichen Veranstaltungen Tanzmusik ausüben will, bedarf einer staatlichen Spielerlaubnis"  
     
Dezember 1965 Höchstoffizielle Besiegelung des Antibeatkurses durch die SED auf der 11. Tagung des ZK der SED. Jegliche offizielle Förderung der Beatmusik kam zum Erliegen, Musiker verloren ihre Auftrittsgenehmigungen  
     
  Start der Singebewegung, einer der Pioniere war der Kanadier Perry Friedman. Zunächst unter dem Namen "Hootenanny" bekannt, wurde - nach der passenden deutschen und sozialistischen Namensgebung - der OKTOBERKLUB führender Vertreter der Agit-Prop-Kultur  
     
1967 Konzert Tournee von TEAM 4 (Thomas Natschinski & Band) durch die BRD (Quelle: Rock in der DDR, M. Rauhut, Seite 40)  
     
1968 Veröffentlichung der ERSTEN DDR-EIGENEN DEUTSCHSPRACHIGEN BEAT-LP "DIE STRAßE" von TEAM 4 (Thomas Natschinski)  
     
  Beginn der FLOWER POWER BEWEGUNG (u.a. in USA: Mamas & Papas, Jefferson Airplane, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Grateful Dead, in Großbritannien Pink Floyd,), die auch großen Einfluß aufdie hiesige Musiklandschaft hatte. Zahlreiche Bands gründeten sich, die fortan das Beat- und später das Rockgeschehen in der DDR prägen sollten.Das waren vor allem in  
  Berlin - Puhdys, Modern Soul Band,  
  Dresden - Dresden-Sextett (spätere LIFT), Leipzig - Klaus Renft Combo,  
Ende der Sechziger Thüringen - Nautiks (Heinz-Jürgen Gottschalk), Kerth  
     
  Verstärkter Import von Osteuropäischen Bands auf Platte, aber auch zu Konzerten. Hier seien vor allem Omega, LGT, Illes aus Ungarn, Budka Suflera, Czerwone Gitary, Breakout aus Polen, Collegium Musicum, Václav Neckář , Blue Effect aus der CSSR genannt.  
     
     
1969 Debüt-LP der "Theo-Schumann-Combo" und Veröffentlichung des Samplers "Das zündet - Tanzmusik für junge Leute"  
     
1969 Start des TV-Special "Die Notenbank", vom Konzept her angelegt wie der "Beat-Club"  
     
1970 Unter dem Einfluß der amerikanischen Bands Chicago sowie Blood, Sweat & Tears erlebte der Jazz Rock in der DDR einen Boom. Prominenteste Vertreter waren Panta Rhei, das Dresden Sextett, der frühe Horst Krüger und auch die frühe Stern Combo Meißen  
     
1970 Der Oktoberklub ruft das Festival des politischen Liedes ins Leben  
  Das Festival findet jährlich einmal statt und läuft 1990 unter altem Namen zum letzten Mal. Ab 1991als Zwischenweltfestival bis 1995, da mußte es aus Geldmangel eingestellt werden. Nachfolgeveranstaltung Musik und Politik ab 2001 (?) in der WABE  
     
1971 Die ersten Amiga-Sampler, die einen Querschnitt neuer einheimischer Produktionen, sowie Importe aus dem sozialistischen Ausland vereinen sollen, kommen auf den Markt: "Hallo" (1972 - 1976) und Rhythmus (1971 - 1979) Vom ersten Jahrgang der "Hallo" Serie(Nummer 1- 6) verkaufen sich 350000 Exemplare  
   
1971 Die bisherige Hardrocknachspieler Puhdys profitieren von der Öffnung der Sendung Basar für Rockgruppen. Unter der Maßgabe, mit einem deutschsprachigen Titel aufzutreten, präsentieren sie "Türen öffnen sich zur Stadt".  
     
1971 Aktion "Rhythmus" - dieses Projekt vereinte Medien und kulturpolitische Instanzen mit dem Ziel, als Impulsgeber einer "sozialistischen Jugendtanzmusik" unter Beteiligung führender Komponisten,Texter, Interpreten, Produzenten und auch Rockbandmitgliedern zu fungieren  
     
     
1972 Erste Rock-LP der Uve-Schikora-Combo "Das Gewitter" auf dem Markt  
     
April 1972 Eine "Tanzmusikkonferenz" wird durch das Ministerium für Kultur einberufen. Hier soll ein Schlussstrich unter die an Konfontation reichen Sechzigerjahre gezogen werden und der Rockmusik ein gültiger Platz in der Kulturlandschaft der DDR zugewiesen werden. Kurt Hager revidiert Anti-Beat Kurs des 11. Plenums: DDR-eigene Popmusik "kann sich niemals in den Fesseln westlicher Moden" aber "auch nicht in einem abgeschlossenen Treibhaus entwickeln."  
     
1972 Die Werkstattwoche der "Jugendtanzmusik" wird als wichtigstes Unternehmen zur Amateurrockförderung eingerichtet und findet alle zwei Jahre als eine Art Leistungsschau statt  
     
1973 Klaus-Renft-Combo und Panta Rhei bringen ihre ersten LP`s auf den Markt  
     
1973 In Vorbereitung der Weltfestspiele kommt Jugendsendung "rund" ins Fernsehprogramm. Sie löst Basar ab.  
     
1973 Die X. Weltfestspiele finden vom 28.Juli bis 05.August in Berlin statt  
  (mehr als 25000 Gäste aus 140 Nationen und 500000 einheimische Gäste).  
     
1973 Das Komitee für Unterhaltungskunst wird gegründet  
  Aufgabe war es, mit ausgewählten Interpreten und Kapellen Förderverträge zu schließen, die Mentorenschaften, Produktionsmöglichkeiten sowie Unterstützung in Sachen Technik und Ausstattung beinhalteten.  
     
1973 Thomas Natschinski (ehem. TEAM 4) formiert eine neue Band, Brot und Salz, die er aber bald wieder verläßt, weil er sich mehr dem Komponieren widmen wollte  
     
1973 Film "Die Legende von Paul und Paula" von Heiner Carow. Filmsongs, "Geh‘ zu ihr" und "Wenn ein Mensch lebt", gesungen von den Puhdys, erlangen Kultstatus; die Puhdys werden Superstars  
     
1974 Puhdys & Electra bringen ihre jeweils erste LP auf den Markt  
     
Sept. 1974 Gerulf Pannach wird die ein Jahr zuvor erteilte Zulassung als freischaffender Songinterpret durch die Leipziger Kulturbehörde entzogen  
     
Sept. 1975 Die Klaus-Renft-Combo wird durch die Konzert- und Gastspieldirektion Leipzig verboten  
  Peter Gläser und Jochen Hohl gehen zur Leipziger Band Karussell  
     
1975 Panta Rhei trennt sich aus künstlerischen Gründen, Karat entwickelt sich aus dieser, damals führenden Band. Die Leadsängerin der Band, Veronika Fischer, startet eine sehr erfolgreiche Karriere bis Anfang der 80er mit eigener Band und macht nach ihrer Ausreise auch im Westen Karriere  
     
  Gründung der Bluesband "Engerling", die mit "Mama Wilson" den größten Hit der DDR-Bluesgeschichte schrieb. Eine Hommage an den 1970 verstorbenen Sänger der kalifornischen Band "Canned Heat", Al Wilson  
     
1976 Erstes Konzert der Puhdys im Westen  
  Eine 14-Tage Tournee durch 12 Städte  
     
November 1976 Wolf Biermann Konzert in Köln. Weil er ein sehr kritisches Programm spielt, wird er aus der DDR ausgebürgert. Daraufhin unterschreiben fünfzehn führende Künstler und Intellektuelle (darunter Manfred Krug) eine Protestpetition.  
     
1976 Nina Hagen folgt ihrem Ziehvater Wolf Biermann in den Westen  
     
1976 Electra legt die LP "Adaptionen" vor, die Kompositionen von A. Borodin, J.-S.-Bach, A. Chatschaturian, S. Rachmaninow, E. Grieg und W.-A.-Mozart vereint. Der Zenit für diese Art von Musik, dem Classic Rock (z.B. Emerson, Lake and Palmer), war im Westen längst überschritten  
     
1977 Aus den Klosterbrüdern, seit Jahren Geheimtip, entwickeln sich Magdeburg, die mit ihrem gemeinsamen Ausreiseantrag bis 1981 weiter existierten  
     
1978 Die Rockband City schreibt mit ihrem Hit "Am Fenster" DDR-Rock-Musikgeschichte. Er war der Hit des Jahres und ging mit 120000 verkauften Singles bei erscheinen über den Ladentisch (in der BRD und Griechenland Vergoldet)  
  1997 gab es Platin für 500000 verkaufte Exemplare  
1979 Auftritt beim legendären Rockpalast  
     
1978 Erste LP der Engerling-Blues Band und von Stefan Diestelmann  
1979 Die längst live etablierte Hansi Biebl Band zieht mit ihrer ersten LP nach  
     
1979 Große Erfolge des Konrad Wolf Films "Solo Sunny" - Die Geschichte einer Rocksängerin, die versucht, dem bürgerlichen Berufsleben zu entgehen und Formen der Selbstverwirklichung in der Kunst sucht. Musik: Günther Fischer  
     
1980 Peter Maffays Coverversion des Karat-Titels "Über sieben Brücken mußt du gehen" verhilft der Band zur Popularität im Westen.  
     
1980 Die zweite LP von Stefan Diestelmann präsentiert durchgängig eigene Kompositionen und deutsche Texte  
     
1980 Tangerine Dream tritt als erstes internationales, hochkarätiges Rockensemble im Palast der Republik auf  
     
August 1981 Karat landet mit dem "Blauen Planeten" einen Riesenhit, der auch in der BRD verlegt wird (Dort wird er vergoldet)  
     
  Im Zuge von Punk, New Wave und NDW gab es auch in der DDR einen Generationswechsel, Bands wie Silly, Pankow, Setzei, Keks, Neumis Rock Circus, Rockhaus, eroberten sich ein neues Publikum
   
1982 Eine neue Veranstaltungsreihe wird im Palast der Republik installiert, die sich zu dem DDR-Rockspektakel entwickelt: "Rock für den Frieden" Die erste Veranstaltung erreichte 11000 Zuschauer  
     
Januar 1983 Start der Sendung "Stop! Rock" im Fernsehen der DDR  
     
1983 Silly`s "Mont Klamott" ist die erste LP, auf deren Innenhülle die Texte abgedruckt sind  
     
1984 Udo Lindenberg tritt im Palast der Republik auf. Der Auftritt wird im Fernsehen übertragen, so daß Lindenberg vor Millionen Zuschauer fordert "Nirgendwo wollen wir auch nur einzige Rakete sehen - keine Pershings und keine SS-20."  
     
1984 Das Silly Album "Zwischen unbefahrenen Gleisen" muß wegen "politischen Instinktlosigkeit" (eine Woche davor hatte Erich Honecker BRD-Reise abgesagt) in "Liebeswalzer" umbenannt werden. Ein nichtssagendes Foto ziert das Cover.  
     
Januar 1985 Ein Konzert beim Rock für den Frieden Festival in Ost Berlin der Kölner Betroffenheitsrocker BAP wird abgesagt, als sich die Band weigert, das eigens für die DDR-Tournee geschriebene Lied "Deshalv spill’n mer he", das die Aufrüstung in West und Ost gleichermaßen anprangert, aus dem Repertoire zu streichen.  
     
27.3.1986 Erste Parocktikum-Sendung auf DT 64. Hier wurde den sogenannten anderen Bands ein Podium geboten und die Chance, dass ihre Demokassetten gespielt wurden. Es ist hauptsächlich dem verantwortlichen Redakteur Lutz Schramm zu verdanken. Daraus entwickelten sich die "Parocktikum-Sessions", hier wurden Livemitschnitte mit den anderen Bands gemacht. Die erste Band waren "die anderen", der Mitschnitt erfolgte im dahemaligen Kreiskulturhaus Treptow  
     
1987 "City" dringt mit dem Konzeptalbum "Casablanca" in politisches Sperrgebiet vor. Der Handel zog die Platte zeitweilig vom Markt, Rundfunk und Fernsehen setzten 4 der neun Titel auf den Index. In der DDR verkauften sich ca. 200000 Exemplare, in der BRD über 250000 Einheiten (Goldstatus)  
     
1987 Bei einem Besuch der BRD erhält Erich Honecker von Udo Lindenberg eine Lederjacke. Honecker revanchiert sich mit einer Schalmei.  
     
Juni 1987 3tägiges Open Air Festival vor dem (mauernahen) West Berliner Reichstag mit David Bowie, Genesis, Eurythmics u.a. Rockfans östlich des Brandenburg Tors versammeln sich, um dem Konzert zu lauschen. Es kommt zu Zwischenfällen mit der Volkspolizei.  
     
1987 Open Air mit Barclay James Harvest und Bob Dylan  
     
1988 Weitere hochkarätige Künstler treten in Ost-Berlin auf: Joe Cocker, James Brown, Rainbirds und Bruce Springsteen, der als stärkster Publikumsmagnet der DDR-Rockgeschichte mehr als 160000 Fans anzog  
     
1988 Der erste Sampler der sogenannten anderen Bands wird von Amiga auf den Markt gebracht  
     
Februar 1988 Das Monatsmagazin "Unterhaltungskunst" startet die Porträtserie "Die neuen Bands"  
     
1988 Der abendfüllende Dokfilm "flüstern & Schreien" hat im Oktober seine Premiere. Er zeichnet ein explosives Bild jugendkulturellen Alltags. Punks und Skinheads kommen genauso zu Wort wie "zornige Männer"  
     
1988 Die Akzeptanz der neuen Bands wächst, bald gibt es große Veranstaltungen im Palast der Republik, der Insel der Jugend, der Werner Seelenbinder Halle oder der Freilichtbühne Weißensee. Als Veranstalter fungierte die FDJ. "Die Skeptiker" wurden z.B. Förgergruppe in Berlin, "Sandow" in Cottbus. Beide Bands gehörten zu den Preisträgern der "IX. Werkstattwoche Jugendtanzmusik" in Suhl  
     
1988 Gerhard Gundermann LP Männer, Frauen und Maschinen auf Amiga veröffentlicht. Titel wie "Kummer" drücken eine konstruktiv-kritische Haltung zur gegenwärtigen Situation aus und sind gleichzeitig von der sensibel-humorvollen Handschrift Gundermanns geprägt. Nach der Wende erlangt Gundermann ost-west-übergreifend Kultstatus  
     
September 1989 Jugendsendung elf 99 erstmalig ausgestrahlt. Junge Moderatoren mit kritischen Fragen und Auftritte der neuen Rockgeneration (u.a. Feeling B) begleiten den Umbruch im Spätsommer/Herbst 1989.  
     
Oktober 1989 Rockerresolution: Musiker der Gruppen Pankow, Silly, City, Zöllner u.v.m. Unterschreiben Petition zur Anerkennung des Neuen Forums: "Wir fordern jetzt und hier sofort den öffentlichen Dialog mit allen Kräften. Wir fordern eine Öffnung der Medien für diese Probleme. Wir fordern eine Änderung der unaushaltbaren Zustände."  
     
Herbst 1989 Puhdys lösen sich nach zwanzig Jahren auf.  
     
12.11.1989 Gemeinsames Konzert Ost- und Westbands nach Mauerfall (u.a. Pankow)  
     
Dezember 1989 Wolf Biermann tritt in Leipzig auf  
     
     
Mai 1990 VEB Deutsche Schallplatten wird Deutsche Schallplatten GmbH Berlin. Mit Unterlabels wie Zong (die anderen Bands), Z-Records und Musicando wird versucht, dem inzwischen negativen Amiga-Image entgegenzuwirken.  
     
1991 Kauf von Deutsche Schallplatten GmbH durch den Kieler Autohändler Wolf Urban.  
     
1991 Erste Single "Gabi und Klaus" von den Prinzen. Die Combo, aus Die Herzbuben und Amor und die Kids hervorgegangen, wird neben Rammstein zur erfolgreichsten Postwende-Band mit "Ostidentität".  
     
1992 Puhdys formieren sich wieder. Nach der "Ostrock"-Aversion der ersten Nachwendejahre können Puhdys, Silly, City, Karat und andere Bands von einer "Ostalgie"-Welle ab 1993/94 profitieren.  
     
     
1993 BMG-Ariola übernimmt die Bestände von Amiga und Litera  
     
  Gründung Buschfunk  
     
22. 07.1996 Tamara Danz erliegt einem Krebsleiden  
     
1997 Zwei Best Of Sammlungen von Silly in den deutschen Top 100.  
     
Mitte 1997 "Rescue Me", die Single der Band Bell, Book and Candle (mit Dieter Birrs Sohn Andy und Peter Meyers Sproß Henrik Röder, spielten zu DDR-Zeiten als Rosalilli zusammen) landet in den deutschen Top 3. Die Band begeht eine erfolgreiche USA-Tournee.  
     
03.05.1998 Gerulf Pannach stirbt an Krebs.  
     
22.06.1998 Gerhard Gundermann stirbt.  
     
Juni 1999 Puhdys spielen das 3000. Konzert vor ausverkaufter (22.000 Zuschauer) Waldbühne in Berlin  
     
1999 Die Thomas-Brussig-Verfilmung "Sonnenallee" (Regie: Leander Haußmann) verhilft Ostalgie-Welle in der Musik (z.B. "Du hast den Farbfilm vergessen") zu einem neuen Höhepunkt  
     
2002 Die CD Best of City wird vergoldet  
2005